Das kulturelle Erbe der Universitätsstadt Göttingen ist geprägt durch zahlreiche Persönlichkeiten, Wissenschaftler, Gelehrte, Nobelpreisträger, Künstler und Kulturschaffende, die ihre sichtbaren Zeichen und Spuren in der Stadt hinterlassen haben.
Zahlreiche Gedenktafeln an deren Wohn- und Arbeitsstätten geben davon ein beredtes Zeugnis. Georg Christoph Lichtenberg, Carl Friedrich Gauss, Gottfried August Bürger, der Göttinger Hainbund, die Göttinger Sieben, der Göttinger Appell führender Atomwissenschaftler, die ehem. Göttinger Filmaufbauateliers, die traditionsreichen Theater- und Musikinstitutionen, die renommierte Göttinger Verlagslandschaft sind nur einige Beispiele, die der einzigartigen kulturellen Tradition Göttingens Ausdruck verleihen und auf die bis zum heutigen Tag virulente geistige Auseinandersetzung in dieser Stadt hinweisen.
Kommunale Kulturpolitik hat sich in der Vergangenheit darum bemüht, das vielfältige kulturelle Angebot der Stadt, trotz zunehmender öffentlicher Finanznöte, zu erhalten. Dieses Bemühen berücksichtigt die besonderen Strukturen Göttingens als Universitäts- und Wissenschaftsstadt. Der vergleichsweise hohe Anteil junger (studentischer) Mitbürgerinnen und Mitbürger setzt nicht nur ökonomisch, sondern auch kulturell ganz eigene Akzente, die sich in unterschiedlichen Bedürfnissen und Nachfragen ausdrücken.
So ist das kulturelle Leben und Angebot der Stadt gekennzeichnet durch ein gegenseitig befruchtendes Miteinander von traditionellen Kulturinstitutionen und zahlreichen freien Initiativen und Einrichtungen.